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04.12.2015

Stromnetze für Erneuerbare - für ein sicheres, globales Klima

Die Renewables Grid Initiative ist eine einzigartige Allianz aus Übertragungsnetzbetreibern und NGOs. Wir rufen die globalen Entscheidungsträger dazu auf

  1. sich auf der COP21 zur Eindämmung des bedrohlichen Klimawandels für den weltweiten Abbau der fossilen Brennstoffe bis 2050 und für den beschleunigten Ausbau der erneuerbaren Energien einzusetzen,
  2. dieses Engagement durch politische und öffentliche Unterstützung der Netzinvestitionen, die zur Erbringung der vielfachen Vorteile einer globalen Erweiterung erneuerbarer Energien erforderlich sind, umzusetzen.

Die Investitionen in erneuerbare Energien nehmen weltweit zu und sind ein wichtiger Beitrag zur Eindämmung des Klimawandels. Der Wandel hin zu erneuerbaren Energien wird sich auf die gesamte Wertschöpfungskette des Energiesektors auswirken.
Stromnetze sind wichtige Treiber der Energiewende. Um das Gleichgewicht zwischen Erzeugung und Bedarf auf kosteneffiziente Weise gewährleisten zu können, sind bedeutende Investitionen in neue und verstärkte Netzinfrastrukturen für den Transport der erneuerbaren Energien zu den Verbrauchern erforderlich. Die weitere Netzentwicklung ist zur Gewährleistung eines sicheren, bezahlbaren und nachhaltigen Stromnetzes der Zukunft unerlässlich.
Für das Gelingen einer globalen Energiewende müssen folgende Elemente berücksichtigt werden:

  1. Die Notwendigkeit eines politischen Engagements: Trotz der bestehenden Energieeffizienz- und Energiesparpotenziale sind umfangreiche Investitionen zur Deckung des Energiebedarfs, zur Gewährleistung der sicheren Stromversorgung und zur Verringerung des CO2-Ausstoßes erforderlich. Daher brauchen Investoren mehr Sicherheit über den Kurs, der in Zukunft eingeschlagen werden soll. Die internationalen Regierungen müssen auf der COP21 eine Einigung über die Dekarbonisierung der globalen Wirtschaft bis 2050 erreichen, ergänzt durch konkrete Zusagen und effiziente Maßnahmen zur Senkung der Emissionen, um so den Investoren und Bürgerinnen und Bürgern eine klare Richtung vorzugeben und Vertrauen zu gewinnen.
     
  2. Die Notwendigkeit politischer und öffentlicher Unterstützung: Aufgrund der politischen und regulatorischen Unsicherheit und des öffentlichen Widerstands sind Investitionen in Netzinfrastrukturen oft kostspieligen Verzögerungen ausgesetzt. Größere politische und öffentliche Unterstützung kann durch eine Reihe von Maßnahmen erreicht werden:
    1. Förderung eines stabilen und investitionsfreundlichen Klimas für erneuerbare Energiequellen und für die entsprechende Netzentwicklung. Dies erfordert klare und deutliche Richtlinien und Verfahren im Bereich der Netzentwicklung und des Umweltschutzes. Der Netzausbau und die gleichzeitige Schonung der Umwelt müssen miteinander in Einklang zu bringen sein. 
    2. Die Auswirkungen auf Natur und Umwelt müssen minimiert werden - grüne Schneisen unter Freileitungen können beispielsweise positive Auswirkungen auf die Biodiversität haben. Entwicklungen dieser Art können zu einer breiteren Akzeptanz in der Öffentlichkeit beitragen. 
    3. Die Bemühungen zur Erfüllung der öffentlichen Forderung nach größerer Transparenz und Beteiligung bei der Planung des Netzausbaus müssen verstärkt werden. Ein transparentes Regelwerk sollte die Maßnahmen zur Vermeidung von Auswirkungen auf die Umwelt unterstützen, die Bürgerbeteiligung fördern und die öffentliche Akzeptanz stimulieren. 


Boris Schucht, Vorsitzender der Geschäftsführung von 50Hertz, erklärt:

„Es erfüllt mich mit Stolz, im Dienste eines Übertragungsnetzbetreibers zu stehen, der in den vergangenen Jahren bewiesen hat, dass ein Wandel hin zu einer von erneuerbaren Energien dominierten Welt möglich ist. Wir werden in diesem Bereich auch in Zukunft bis an die Grenzen des Möglichen gehen und zugleich unsere übrigen Aufgaben, nämlich die Entwicklung unserer Stromnetze, der Marktprozesse und unserer systembetrieblichen Aktivitäten, erfüllen.“


Dieses Statement wird unterstützt von 50Hertz, BirdLife Europe, Climate Action Network (CAN) Europe, Elia, Fundación Renovables, Germanwatch, Legambiente, Natuur&Milieu, REE, the Royal Society for the Protection of Birds (RSPB), RTE, Swissgrid, TenneT, Terna und WWF International.

Pressemitteilung als PDF-Datei

Pressekontakt

Volker Kamm

Pressesprecher

Volker Kamm
Tel: +49 (0) 30 5150-3417
Fax: +49 (0) 30-5150-2199
E-Mail: volker.kamm@50hertz.com