02.12.2013

Informationsveranstaltung in Weimar: Korridor-Alternativen vorgestellt

Informationsveranstaltung in Weimar: Korridor-Alternativen vorgestellt
Am 26. November 2013 informierte 50Hertz die Öffentlichkeit in Thüringen über den frühen Planungsstand bei der Gleichstrompassage Süd-Ost. Im Zentrum stand die Suche nach geeigneten Trassenkorridoren. Rund 80 Vertreterinnen und Vertreter aus Zivilgesellschaft, Politik, Verwaltung, Verbänden und Wirtschaft diskutierten zunächst im Plenum. Danach sammelten sie in drei Workshops Informationen zum Verfahren und gaben Hinweise zu den aus ihrer Sicht sensiblen Themen. Derzeit bereitet 50Hertz zusammen mit Projektpartner Amprion den Antrag vor, mit dem das Verfahren Anfang 2014 offiziell eröffnet werden soll.

Im ersten Teil der Veranstaltung stellte 50Hertz zunächst den aktuellen » Stand des Projektes vor, beschrieb die Suche nach geeigneten Korridoren und erläuterte die Rechtsbasis für das Genehmigungsverfahren nach dem Netzausbaubeschleunigungsgesetz (NABEG). Anschließend arbeiteten die Teilnehmenden ihre Anliegen bezüglich der Korridorfindung in drei Workshops mit 50Hertz aus. Sie klärten technische Fragen und gaben Hinweise zu regionalen Besonderheiten und sensiblen Bereichen, die aus ihrer Sicht bei der Planung der Gleichstrompassage Süd-Ost berücksichtigt werden sollten. 50Hertz wird die Hinweise dokumentieren und in den nächsten Wochen auch öffentlich zur Verfügung stellen.

Möglichkeiten der Bündelung wichtiger Diskussionspunkt

Bei der Suche nach geeigneten Trassenkorridoren stellt die mögliche Bündelung mit anderen linienhaften Infrastrukturen (z. B. Freileitungen, Autobahnen, Eisenbahnlinien) ein wichtiges Kriterium dar. In den Gesprächen zeigte sich, dass viele Teilnehmende sich mit der Frage nach einem verträglichen Maß und einer möglichen „Überbündelung“ beschäftigen.

Projektleiter Bernhard Segbers erläuterte im Plenum, wie die Suche nach geeigneten Trassenkorridoren methodisch angelegt ist. Nach der Auswertung vorliegender Raumplanungsdaten und möglicher Bündelung wurden Grobkorridore mit 15 Kilometer Breite ermittelt. Im zweiten Schritt wurden darin Trassenkorridore mit einem Kilometer Breite identifiziert. Derzeit bewerten 50Hertz und Amprion die verschiedenen Varianten, denn sie müssen im Verfahrensantrag der Bundesnetzagentur eine Vorzugstrasse vorschlagen.

Frühzeitig informieren und den Dialog eröffnen

Die Veranstaltung in Weimar bildet den Auftakt eines Dialogprozesses, der Planung und Ausbau der Gleichstrompassage Süd-Ost begleiten soll. „Wir wollen alle Interessierten und möglichen Betroffenen möglichst frühzeitig informieren“, sagte Dr. Dirk Manthey als Verantwortlicher für die Projektkommunikation. „Dies war heute hoffentlich der Anfang eines kontinuierlichen Dialogs. Es ist unser Ziel, dass wir alle relevanten Aspekte möglichst früh in die Planung einbeziehen können und alle Themen bei der bevorstehenden Antragskonferenz zur Sprache kommen.“

Die Entscheidung für den Vorzugskorridor wird voraussichtlich im Januar 2014 vorliegen. Auch darüber wird 50Hertz zeitnah informieren. Dann sollen weitere Dialogangebote folgen. Die Dokumentation der Veranstaltung wird in Kürze auf der Projektwebseite eingestellt.

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