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22.11.2016

Vorschlagskorridor folgt der bestehenden Freileitung

Genehmigungsverfahren zum Vorhaben 380-kV Röhrsdorf – Weida – Remptendorf kommt voran

Schleiz. Der Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz hat am 22. November in Schleiz in Thüringen seine Antragsunterlagen für den westlichen Abschnitt des Vorhabens 380-kV-Höchstspannungsleitung Röhrsdorf-Weida – Remptendorf präsentiert. Dieser erstreckt sich in Thüringen vom bestehenden Umspannwerk in Weida in südwestlicher Richtung bis nach Remptendorf. Die Planer von 50Hertz zeigten sich mit dem Verlauf der Konferenz sehr zufrieden. "Gute Atmosphäre, konstruktive Hinweise und weitgehende Bestätigung unserer Untersuchungen", bilanzierte Projektleiterin Elke Korn nach der Veranstaltung.

 

Mit der öffentlichen Antragskonferenz in der Schleizer Wisentahalle startete die Bundesnetzagentur den formalen Beteiligungsprozess in der laufenden Bundesfachplanung. Alle zuständigen regionalen Behörden, Interessenverbände und die interessierte Öffentlichkeit waren eingeladen, Anmerkungen zu den ermittelten Korridoralternativen zu machen. Der Einladung der Bonner Genehmigungsbehörde waren rund 100 Personen und Institutionen gefolgt.

 

"Wir schlagen in unserem Antrag vor, die neue Freileitung im Korridor der schon bestehenden Freileitung zu errichten", eröffnete Projektleiterin Elke Korn. "Nach der Auswertung von mehr als 20 Merkmalen schneidet der Bestandskorridor unter dem Strich am besten ab. Die damit verbundenen Eingriffe in Natur und Landschaft sind geringer." Der Verlauf entlang der bestehenden Leitung wurde auch von vielen Konferenzteilnehmern favorisiert.

 

Im ersten Genehmigungsschritt, der Bundesfachplanung, wird zunächst über einen annähernd 1000 Meter breiten Gebietsstreifen entschieden, in dem dann im anschließenden Planfeststellungsverfahren weitergearbeitet wird. Für den westlichen Abschnitt erwartet 50Hertz in den nächsten Wochen Angaben über den vollständigen Untersuchungsrahmen durch die Bundesnetzagentur. Auf dieser Basis werden die Unterlagen zum Antrag vervollständigt und gehen dann in ein formales Anhörungsverfahren. Für den östlichen Abschnitt des Vorhabens vom sächsischen Röhrsdorf (bei Chemnitz) nach Weida steht die Antragskonferenz noch bevor. Sie wird voraussichtlich im 1. Quartal des nächsten Jahres stattfinden.

 

Das Vorhaben 380-kV-Höchstspannungsleitung Röhrsdorf – Weida – Remptendorf

 

50Hertz plant einen Ersatzneubau für die bestehende Freileitung zwischen den Umspannwerken Röhrsdorf (in Sachsen) und Weida bis Remptendorf (in Thüringen). Der Bedarf für eine höhere Übertragungsleistung wurde im Netzentwicklungsplan von 2012 erstmals bestätigt und dann in den Gesetzen zum Bundesbedarfsplan von 2013 und 2015 als Vorhaben Nr. 14 verankert. Durch die verbesserte Stromtragfähigkeit von 2.500 auf 3.600 Ampere wird die Übertragungsleistung um ca. 40 Prozent gesteigert. Als länderüberschreitendes Netzausbauvorhaben ist die Bundesnetzagentur die zuständige Genehmigungsbehörde. Mehr Informationen gibt es auf der Projektwebseite.

 

Pressemitteilung als PDF-Datei.