Zwischen den Umspannwerken Hamburg Nord und Hamburg Ost bildet die bestehende 380-Kilovolt-Freileitung seit Anfang der 1960er-Jahre einen zentralen Bestandteil der sicheren Stromversorgung in der Metropolregion Hamburg sowie angrenzenden Teilen Schleswig-Holsteins. Auf rund 31 Kilometern verläuft sie durch den Bezirk Wandsbek sowie die Kreise Stormarn und Segeberg. Als wichtige Infrastruktur für den überregionalen Stromtransport verbindet sie die regionalen Netze mit dem Höchstspannungsnetz und trägt maßgeblich zur Versorgungssicherheit der Region bei.
Nach rund 60 Betriebsjahren haben die Leiterseile der Freileitung das Ende ihrer technischen Lebensdauer erreicht und müssen erneuert werden. Sie sollen durch moderne Hochtemperaturleiterseile (HTLS) ersetzt werden, die eine höhere Übertragungskapazität ermöglichen. Dies ist vor dem Hintergrund der zunehmenden Einspeisung erneuerbarer Energien sowie des steigenden Strombedarfs in Hamburg und seinem Umland erforderlich.
Mit der geplanten Modernisierung der Leitung, der sogenannten Ertüchtigung, setzt 50Hertz den gesetzlichen Auftrag zum bedarfsgerechten Ausbau des Übertragungsnetzes um. Die bestehenden Strommasten können nahezu vollständig weiter genutzt werden.
Die Netzverstärkung Hamburg Nordost ist seit 2021 als Teil des Vorhabens 51 im Bundesbedarfsplangesetz verankert. Das Planfeststellungsverfahren beginnt voraussichtlich ab 2028. Zuständige Genehmigungsbehörde ist die Bundesnetzagentur.
Die Umbeseilung ist ab 2030 vorgesehen. Die Inbetriebnahme der neuen Hochtemperaturleiterseile soll im Jahr 2032 erfolgen.
Mehr zum Projekt und dem aktuellen Planungsstand finden Sie unten im Abschnitt Status.
Auf der nachfolgenden Karte ist der Bestandsleitung zwischen den Umspannwerken Hamburg Nord und Hamburg Ost dargestellt, die mit neuen Leiterseilen ausgestattet werden soll.