Neue Freileitung zwischen Hamburg Ost und dem Netzverknüpfungspunkt Sahms
Die neue 380-kV-Leitung umfasst zwei Stromkreise mit einer Stromtragfähigkeit von je 4.000 Ampere. Sie verbindet das Umspannwerk Hamburg Ost und den neu zu errichtenden Netzverknüpfungspunkt im Kreis Herzogtum Lauenburg.
Höherauslastung zwischen Hamburg Nord und Hamburg Ost (Abschnitt West)
Zwischen den Umspannwerken Hamburg Nord und Hamburg Ost erhöht 50Hertz bei der bestehende 380-kV-Leitung die Übertragungsleistung - aktuell geplant im sogenannten witterungsabhängigen Freileitungsbetrieb und zukünftig durch neue Hochtemperaturleiterseile im Rahmen des Vorhabens 51 des Bundesbedarfsplangesetztes. In beiden Varianten wird mehr Strom über die Leitungen transportiert. Obwohl sich dadurch die magnetische Flussdichte erhöht, werden alle Grenzwerte nach Bundesimmissionsschutzverordnung (BImSchV) eingehalten.
Was ist witterungsabhängiger Freileitungsbetrieb? Fließt Strom durch die Leitung erhitzt sich das Material, dehnt sich aus und lässt die Leiterseile stärker durchhängen. Wenn der Mindestabstand zum Boden erreicht ist, muss der Stromfluss reduziert werden. In der kalten Jahreszeit erlauben die klimatischen Bedingungen eine höhere Auslastung der stromführenden Leiterseile, ohne ihre Betriebstemperatur von maximal 80°C zu überschreiten.
Was bedeutet Umbeseilung? Hochstrom-Leiterseile halten viel höhere Temperaturen aus, ohne wesentlich durchzuhängen. Somit kann mehr Strom unabhängig von der Außentemperatur transportiert werden.